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Unten Angefügt sind einige Interesante Literaturtipps über Brasilien.

Brasilien Kultur Schock Brasilien
von Carl D. Goerdeler
Reise Know-How Verlag, Bielefeld

ISBN 3-8317-0



Unter dem Zuckerhut Brasilianische Abgründe
von Klaus Hart
Picus Peportagen

ISBN 3-85452-738-1

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Die amtierende Oberkircher Weinprinzessin, Stephanie Obrecht, Vorstandsmitglied im Verein »Das Netz«, war im Kinderheim in Brasilien bereits als Projekthelferin im Einsatz.

Artikel vom 04.12.2010 in der Acher-Rench-Zeitung

Kindern das Überleben gesichert

Verein »Das Netz« unterstützt ein Kinderheim in Brasilien / Schlüsselerlebnis im sozialen Brennpunkt

Den Bau eines Kinderheimes und einer Kindertagesstätte in Brasilien hat der Oppenauer Verein »Das Netz« finanziert. Die Vorsitzende Angelika Monteil-Streif hat eine ganz besondere Beziehung zum Projekt, über die sie heute in unserer Adventsserie berichtet.

04.12.2010 - Eigentlich bin ich kein Vereinsmensch, denn ich habe Angst vor wöchentlichen Treffen, die sich mit meinem stressigen Alltag nicht vereinbaren lassen Und dennoch bin ich seit 1994 mit nur kurzen Unterbrechungen als erste oder zweite Vorsitzende des Vereins »Das Netz – Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen in der Einen Welt« in der Verantwortung.
Wie kam es dazu? 1993 adoptierten wir zwei brasilianische Mädchen und lernten während zweier mehrwöchiger Aufenthalte die sozialen Brennpunkte von Duque de Caxias kennen. Die Zwei-Millionen-Menschen-Stadt gilt gemeinhin als Hinterhof Rio de Janeiros und hat besonders viele soziale Probleme. Die Realität war schockierend: unvorstellbare Armut neben unbekümmert ausgelebtem Reichtum, Kinderprostitution, Krankheiten, die in Europa längst der Vergangenheit angehörten. Und mittendrin eine Bauruine mit drei Zimmern, einer Küche, einem WC und einer Kaltwasser-Dusche, die kaum die Bezeichnung Kinderheim verdiente. Und doch gab es hier im »LAR Jesus é Amor« (Jesus ist Liebe) ein paar tapfere Menschen, die versuchten, mit ihrem privaten Kinderheim etwa 50 Säuglinge und Kleinkinder durchzubringen – ohne staatliche Subventionen.
Als wir nach aufregenden Wochen endlich mit unseren Kindern in Oppenau ankamen, war schnell klar, dass wir das Erlebte nicht einfach abhaken und zur Tagesordnung übergehen konnten. Täglich erinnerten uns unsere beiden Kinder daran, wie viele andere im Elend zurückgeblieben waren. Und dann geschah das Unvorhergesehene: Ich erzählte meinen Schülerinnen in den Klosterschulen Unserer Lieben Frau in Offenburg von meinen Erlebnissen, zeigte Bilder. Die Schülerinnen wollten helfen. Die Eine-Welt-AG entstand, daraus entwickelte sich das Schulprojekt »LAR Jesus é Amor«. Um Spenden entgegennehmen zu können, gründeten wir einen Verein. Obwohl wir kein Geld für Werbung ausgeben, haben wir inzwischen über 90 Mitglieder.
Wir wollen die Arbeitsbedingungen unserer Freunde in Brasilien erleichtern, indem wir ihnen finanziell unter die Arme greifen. Ihr Ziel ist es, ihre Schützlinge bestmöglich zu versorgen, ihnen liebevolle Betreuung zukommen zu lassen und sie in Adoptiv- oder Pflegefamilien zu vermitteln, falls es nicht möglich ist, ihre eigene Familie (falls vorhanden) zu stabilisieren. Darüber hinaus geht es uns um die Sensibilisierung unserer Mitmenschen für das Geschehen in unserer Einen Welt. Zusammen mit der Evangelischen Landeskirche Baden bieten wir in unserem Projekt jedes Jahr zwei Plätze für den Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienst.
Ich habe in Brasilien erlebt, wie »Existenzminimum« (heute reicht es noch für eine karge Mahlzeit) aussehen kann – und was danach kommt – und welche Lebensfreude und Kraft diese Menschen entwickeln, wenn man auf sie zugeht und hilft. Angesichts dieser Erfahrungen werden viele konsumgesteuerte Wünsche und viele Ärgernisse des Alltags einfach unwichtig. Immer wenn mir die Luft ausgeht, denke ich an die Ausdauer unserer brasilianischen Mitstreiter und deren oft nahezu aussichtslos scheinende Lage. Dann fällt mir ein, dass es ohne uns das Kinderheim längst nicht mehr gäbe und ohne uns viele Kinder nicht hätten überleben können.
Unsere nächsten Ziele sind nun die Finanzierung eines VW-Busses für den Transport der Kinder aus den Armenvierteln zur Kindertagesstätte und die Suche nach Sponsoren für den Lohn des Fahrers, die sich mit mindestens fünf Euro monatlich für ein Jahr engagieren.

STICHWORT
Verein »Das Netz«
Gegründet: 1994
Mitglieder: 91
Projekte: Kinderheim und Kindertagesstätte in Duque de Caxias/Brasilien; zwei Stellen für den Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienst geschaffen; Unterstützung von Jugendlichen in Kenia, um ihnen zu Schulabschluss und Ausbildung zu verhelfen
Spendenkonto: Nummer 667 991 bei der Sparkasse Offenburg/Ortenau (BLZ 664 500 50)
weitere Infos: www.das-netz-e.v.de